Wärmedämmung auf Basis von Polystyrol weiterhin in der Kritik

Das Thema Polystyrol (besser bekannt unter der Markenbezeichnung Styropor) in Wärmedämmverbundsystemen hat die ZDF-Redaktion von "Planet e" nicht zum ersten Mal beschäftigt. Immerhin werden aktuell rund 80% der Wärmedämmmaßnahmen mit diesem Material ausgeführt. Das Hauptargument für diesen Werkstoff: der niedrige Preis. Dafür kauft sich der Hausbesitzer aber auch eine Menge unerwünschter Nebeneffekte mit ein. Das Thema Brandschutz bei Polystyrol-gedämmten Fassaden ging bereits durch die Presse. Problematisch auch die CO2-Bilanz, die über die gesamte Lebensdauer gerechnet, den ursprünglichen Zweck der CO2-Einsparung fast konterkariert. Denn Polystyrol wird energieaufwändig aus Erdöl gewonnen. Nach einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20-40 Jahren muss die Dämmung entsorgt werden und landet dann meist in der Müllverbrennung, wo erneut CO2 freigesetzt wird.

Aus verschiedensten Gründen lehnen daher immer mehr Eigenheimbesitzer die Dämmung mit dem vermeintlich so günstigen Material ab. Das "Planet e"-Team begleitet so einen Hausbesitzer, der sogar sein nur 10 Jahre altes Wärmedämmverbundsystem von seinen Haus wieder abreist und damit einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt, was andere Hausbesitzer zukünftig erwartet.

Möglich ist dies allerdings auch nur, weil er in einem denkmalgeschützten Haus lebt, das vom Zwang zur Wärmedämmung befreit ist. Nach dem Entfernen der gar nicht so alten Wärmedämmung, die überdies mit hochgiftigem Hexabromcyclododecan (HBCD) kontamiert ist, will er sich um alternative Möglichkeiten zur Energieeinsparung umsehen.

Immer mehr Hausbesitzer und Architekten suchen nach Alternativen zur vermeintlich billigen Dämmung mit Polystyrol. Unterstützung und Orientierung gibt auch die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe e.V. Deren Sprecher Andreas Brückner beklagt allerdings die einseitige Information der Verbraucher durch Kampagnen wie "Die Hauswende", die durch die dena (Deutsche Energieagentur) und die Hersteller von konventionellen Dämmstoffen wie z.B. Polystyrol stark gefördert werden.

Dass es auch anders geht, zeigen immer wieder Projekte abseits vom Mainstream. Das Dämmen mit Schilfrohr zum Beispiel nutzt dabei ein Material, was mit die beste CO2-Bilanz aufweist, seit Jahrhunderten bewährt ist und am Ende seiner Lebenszeit einfach durch Kompostierung entsorgt werden kann.

Weitere Links:
ZDF-Doku Planet e: Verdämmt und zugeklebt vom 15.03.2015
ZDF-Doku Planet e: Deutschland im Dämmwahn vom 08.04.2014

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