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Insektensterben: Immer mehr Hobbygärtner helfen fliegenden Nützlingen

Insektensterben: Immer mehr Hobbygärtner helfen fliegenden Nützlingen

Mit Insektenhotels, Schilfrohr und Blühstreifen für die Artenvielfalt im Einsatz
„Immer mehr Wissenschaftler und Naturkundler schlagen in diesem Sommer Alarm, auch in den Medien und in Internetforen wird das Thema heiß diskutiert: Ein „beispielloses Artensterben der  Insekten in Mitteleuropa“, so der Entomologische Verein Krefeld, bereitet nicht zuletzt den Hobbygärtnern Sorgen. „In Teilen des Landes hat sich der Insektenbestand seit 1982 um bis zu 80% verringert“, warnt das Bundesumweltministerium. Falter, Heuschrecken, Schwebfliegen seien besonders betroffen. „Nach einer Auswertung der Roten Listen sind in Deutschland bereits 41% der Schmetterlinge ausgestorben oder bestandsgefährdet.“ Bei Wildbienen sind mehr als die Hälfte der hierzulande 561 Arten im Bestand bedroht. Darauf weist der Naturschutzbund (NABU) hin. Auch Messungen als England, Holland oder Ungarn künden von einem ähnlichen Niedergang. Damit könnte in Nordeuropa der gefürchtete „Silent Spring“ (stumme Frühling) Wirklichkeit werden, vor dem Forscher schon lange warnen: Gehen die Insekten weiter zurück, wirkt sich das nicht nur auf die Bestäubung aus (80% unserer Kulturpflanzen benötigen die Bestäubung durch Insekten), sondern auch Vogelarten wie Blaukehlchen, Mehlschwalbe oder Dorngrasmücke bekommen dann Probleme, genügend Nachwuchs zu ernähren und aufzuziehen. Eine Schwalbenfamilie frisst nach Angaben des BUND Konstanz während der Brutsaison ein Kilogramm Insekten, bei anderen Vogelarten wie z.B. Meisen können es sogar gleich mehrere Kilogramm sein.

 

Hotels für fliegende Nützlinge erfreuen sich reger Nachfrage
Die Ursachen des Insektensterbens sind unklar. Pestizide und die Intensivierung der Landwirtschaft gelten als Treiber der negativen Entwicklung. Wer einen naturnahen Garten besitzt, kann aber selbst etwas gegen den Niedergang der fliegenden Vielfalt tun, indem er Marienkäfern, Wildbienen, Florfliegen und Co. Insektenhotels anbietet. „Die Nachfrage nach solchen Nisthilfen für die gefährdeten Nützlinge ist – auch aufgrund der alarmierenden Medienmeldungen – in den letzten Wochen stark angestiegen“, sagt Sven Bormann vom Hiss Reet Schilfrohrhandel GmbH in Bad Oldesloe. Das 1833 gegründete  Traditionsunternehmen bietet in seinem Internetshop für ökologische Gartengestaltung bundweise naturbelassene Schilfhalme in Spitzenqualität an. Sie sind speziell für den kreativen Bau von Insektenhotels vorgesehen, weil sie den nachwachsenden Rohstoff Reet natürlich belassen, im Gegensatz zu begasten Schilfhalmen aus Chinacontainern. Zur Auswahl steht eine ganze Palette von Halmdurchmessern bis hin zu extra starken Varianten mit 0,7 bis 2 Zentimetern, so dass das selbstgebaute Insektenhotel mit ein wenig Geschick für jede Art „maßgeschneidert“ werden kann. Das tun viele kommerzielle Insektenhotelanbieter, die als Material gern Hiss Reet wählen, aber auch viele Hobbygärtner. Ihnen geht es oft auch darum, ein in die Jahre gekommenes Insektenhotel mit frischen Halmen zu  „renovieren.“ Wer keine Zeit zum Selbstbau hat, findet im Internetshop von Hiss auch fertige Nisthilfen aus Spezialton und Insektenhotels aus Holz, die ähnlich wie ein Vogelhäuschen aussehen.

 

Praxistipps vom Gartenexperten: So wird das Insektenhotel richtig aufgestellt
Wie soll ich mein Insektenhotel aufstellen, damit es den Tieren möglichst nützlich ist? Auch darüber wird im Internet derzeit viel diskutiert. Dazu ein paar Praxistipps von Gartenexperte Sven Bormann:

  • Insektenhotels immer in südlicher Ausrichtung aufstellen, denn die Tiere lieben Sonne und Wärme
  • Bei der Montage darauf achten, dass das Insektenhaus ganztags direkte Sonneneinstrahlung erhält
  • Ein Insektenhotel lässt sich prima zur biologischen Schädlingsbekämpfung einsetzen: Einfach in der Nähe von Sträuchern platzieren, die mit Schädlingen befallen sind: Florfliegen, Maikäfer und Ohrwürmer werden dann angelockt und fressen die Blattläuse
  • Möglichst 50 Zentimeter über der Erdkrume anbringen, damit Bodennässe nicht in das „Hotel“ einziehen kann
  • Insektenhotels lassen sich das ganze Jahr über aufstellen. Und sie sind auch 365 Tage nützlich: In der kalten Jahreszeit als Unterschlupf für den Winterschlaf, im Sommer als Zuhause für die Aufzucht der Nachkommen
  • Wer mag, bietet in unmittelbarer Nähe zum Insektenhotel einen Totholzstapel als weiteren Unterschlupf für die Tiere an.

 

„Blühstreifen“ locken Insekten in das „Hotel“
Was für Menschen gilt, trifft auch für Insekten zu: Ein Hotel ist nur so attraktiv wie seine Umgebung. Um die Insektenvielfalt im eigenen Garten zu fördern, empfiehlt es sich, in der Nähe der Insektenhotels „Blühstreifen“ anzulegen. Das sind selten gemähte Wiesen, die eine gute Tracht für Insekten darstellen. So wird es gemacht:
Am besten mit einem kleinen Teilstück beginnen. Darauf eine für die Region abgestimmte Blumensaatmischung aussäen. Einmal im Jahr mit Freischneider, Balkenmäher oder Sense kürzen. Das Mähgut immer abräumen, sonst bildet es zum Nachteil der Wildkräuter Dünger. Auch Kräuter wie Lavendel oder Thymian, die viel Nektar und Pollen bilden, sind attraktiv für fliegende Nützlinge. Pflanzen mit gefüllten Blüten sind dagegen oft Hybride, die keine Pollen oder Nektar bilden: Daher Wildrosen vor hochgezüchteten Edelrosen bevorzugen. Die Raupen der Schmetterlinge haben ihre eigenen  Lieblingspflanzen wie z.B. Brennnesseln, Disteln, Ampfer, Ginster, Apfelbaum und Zitterpappel. Auch eine Wildstrauchhecke aus Kornelkirschen, Palmweide und Birnbaum bietet Schutz und Nahrung für Insekten.

 

Fotowettbewerb: Schauen, was andere für die Insekten bauen
„Gerade weil Insekten so bedroht sind, werden sie jetzt mehr beachtet. Viele Familien haben Freude daran, sie in ihrem Garten zusammen mit ihren Kindern zu beobachten“, sagt Sven Bormann. Viele Eltern, die bislang nur vom Niedergang der Bienenpopulation wussten – sie ist schon lange Dauerthema in den Medien – wollen jetzt ihrem Nachwuchs vermitteln, wie man sinnvoll etwas gegen das Artensterben tun kann. Sie basteln gemeinsam mit den Kindern Insektennisthilfen. Wer mag, kann Fotos seiner selbstgebauten „Hotels“ an Hiss Reet (foto@hiss-reet.de) senden, um Praxiswissen zu teilen. Die schönsten Fotos werden auf der Homepage www.hissreet.de veröffentlicht.

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